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NeraNature präsentiert Musik zum Nachdenken
NeraNature, die Sängerin der polnischen Metalband Darzamat, brachte kürzlich ihr erstes Soloalbum mit dem Titel "Foresting Wounds" raus - eine Mischung aus atmosphärischem Rock und Metal. Sie steht damit in einer Traditionslinie mit den Klassikern der polnischen Metal- und Hardrockszene wie TSA, Turbo oder Closterkeller. Ihre leicht melancholische Stimme und die düsteren Instrumentaleinsätze verleihen ihrem Anliegen, der Kritik an der Zerstörung der Natur durch den Menschen, die notwendige Ernsthaftigkeit, lassen aber ebenso Hoffnung durchblicken. Für sie ist Rockmusik ein Medium, um kritische Gedanken zu übermitteln. Im folgenden Interview spricht die Musikerin über ihr Soloalbum und ihr gesellschaftskritisches Anliegen.
Ist Rockmusik ein geeignetes Medium, Themen wie Umwelt und das Verhalten des modernen Menschen zu reflektieren und damit anzuregen, ernsthaft darüber nachzudenken?
Ich gehe davon aus, dass viele Menschen Musik mit Freiheit assoziieren, insbesondere wenn es um Rockmusik geht. Deshalb denke ich, dass Musik wie eine Leinwand ist, auf der du Bilder malst. Abgesehen davon, bin ich der Meinung, dass Menschen, die Rockmusik mögen, sowieso ein bisschen rebellisch sind. Und das bedeutet, dass sie nicht gedankenlos in den Tag hineinleben und nicht alles, was um sie herum passiert, unkritisch hinnehmen - so hoffe ich es jedenfalls. Für einige wird Rock ´n` Roll immer nur eine hedonistische Flucht vom Alltag sein, für andere kann es etwas mehr sein ...
Was inspiriert dich, wenn du Musik komponierst?
Ich denke, dass die Fähigkeit etwas zu schaffen darin besteht, der Welt gegenüber offener zu sein und nicht nur intellektuell an die Dinge heranzugehen. Sie besteht vor allem auch darin, mit allen Sinnen und Phantasie, die es uns erlauben, hinter die knallharten Fakten zu schauen. Für mich sind die Quellen der Inspiration, Musik and Texte zu schaffen, endlos. In meinem Fall zählen nicht die größten Kunstwerke, sondern die einfachsten Eindrücke wie unauslöschliche Gefühle, Reflexionen, einfache Geräusche, kurze Sätze, Aromen und wie sie gelebt werden ... Auf dieser Grundlage trage ich Bilder in mir und schöpfe aus den unterschiedlichsten Momenten des Lebens. Der Rest ergibt sich von selbst.
Haben wir unsere Seele in dieser modernen Welt tatsächlich verloren, wie du es in einem Song andeutest?
Ich denke, wir sind ein bisschen verloren in dieser Welt, die ihr Tempo so deutlich beschleunigt hat. Beim Streben nach Wohlstand hören wir nicht immer auf unsere eigenen Gedanken. Nicht immer handeln wir nach unseren Überzeugungen, nicht immer sind wir in der Lage, unsere wertvolle Zeit mit unseren liebsten Menschen zu verbringen. Und schließlich - was ich auf dem Album "Foresting Wounds" betonen möchte: Wir verlieren die Verbundenheit mit der Natur und so zu uns selbst ...
Du singst über die weibliche Seele. Sind Männer unfähig, die Frauen zu verstehen?
Im Gegenteil: Ich singe über die weibliche Seele, um Männer zu ermutigen, etwas Neues zu erfahren. Ich weiß, dass unsere Welten unterschiedlich sind, aber ich glaube auch, dass es nicht unmöglich ist, sie beide zu kennen und so etwas wie eine ´vollwertige Vision` zu erreichen. Es wäre besser, eine Übereinkunft zu finden, als die Unterschiede, die uns trennen, noch zu vertiefen.
Könntest du dir vorstellen, einen Song über die gefährliche Atomkraft zu singen - gerade nach dem schrecklichen atomaren Desaster in Fukushima?
Ich denke eher nicht, weil ich nicht solche direkten Botschaften mag. Ich ziehe es vor, über die Probleme zu singen, die in Metaphern versteckt sind. Ich versuche auch nicht, durch Musik irgendwelche politischen Programme zu kommunizieren. Ich selbst, von mir aus, würde einen solchen Song nicht schreiben, doch wenn mich eine ökologische Organisation in dieser Hinsicht um Hilfe bitten würde, dann würde ich zustimmen. Und ich bin sicher, ich würde nicht zögern zu helfen, gerade auch wenn es um leidende Tiere geht.
Würdest du deine Musik als Mainstream oder als Alternative bezeichnen?
Ich weiß es nicht. Ich bin nicht so gut im Kategorisieren. Das überlasse ich den Journalisten. Was für mich zählt, ist die Musik selbst.
Warum hast du dich entschieden, auf deinem Soloalbum Englisch zu singen?
Erstens, ich tat es aus Gewohnheit und zweitens, das Album kam an so vielen Orten auf der Welt raus. Deshalb entschied ich mich für die englische Sprache, denn dies ist eine Universalsprache, die es vielen Menschen auf der Erde erlaubt, nicht nur die Musik zu bewerten, sondern auch die Texte.
Wie sehen deine Zukunftspläne aus?
Wir wollen Konzerte geben und auch ein neues Album vorbereiten. Naja, wegen einiger persönlicher Probleme sind wir gezwungen, unser Line-up zu ändern. So haben wir noch eine harte Arbeit vor uns. Doch werden wir so schnell wie möglich wieder auf der Bühne stehen.
Interview: Volker Voss
Foto: Stanley McNoley
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NeraNature
Foresting Wounds
Metal Mind Productions
HEAVY CHANSONS von SHIRLEY HOLMES jetzt überall im Handel!
Artist: Shirley Holmes
Album: Heavy Chansons
Label: Setalight
Vertrieb: Rough Trade
Das Berliner Trio SHIRLEY HOLMES legt mit seinem Debütalbum "Heavy Chansons" eine rotzige Platte vor, die von der ersten Sekunde an nur eine Richtung kennt: Auf die Tanzfläche! In bester Riot Grrrl-Manier shouten und singen sich die beiden Frontfrauen Mel und L durch schnörkellose Rockkracher, denen es trotz des rauen Charmes nicht an Pop-Appeal samt leicht angedeuteter NDW-Attitüde fehlt.
Hervorstechendes Merkmal von SHIRLEY HOLMES ist deren Vielfältigkeit, die auch mal einen englisch gesungenen Song wie "Homicidal Actress" zulässt, der ganz nah am Grunge der 90er Jahre ist, oder eine elektronische Zusammenarbeit mit dem Berliner Elektropop-Künstler NACHLADER.
Der gemeinsame Nenner aller Songs ist die Energie des Vortrags und das man beim Hören zum Wackel-Dackel wird. Mit "Heavy Chanson" ist SHIRLEY HOLMES ein Debüt gelungen, das wie ein Zündschnur mit sprühenden Funken abbrennt, straight geradeaus und immer auf die Zwölf. Bei dem Dutzend Songs brennt die Hütte!
Links:
www.shirleyholmes.de
Die erste Single-Auskopplung, Rock 'n Roll, dreckig-lebendig, sexy. Mit dadaistischem Disco-Bummbumm in den Strophen und AC?DC im Herzen der Refrains. Unterm Strich: Jahre in der Psychoanalyse haben bei den Femmes und dem Homme de lettres von SHIRLEY HOLMES nicht so viel freies Assoziieren in Gang gesetzt wie das Schreiben dieser Lyrics.
FLOOR THE GAS !
www.facebook.com/shirley.holmes.berlin
Die Luftschlacht um England
Die Polen stellten während der Luftschlacht um England mit 145 gut ausgebildeten und kampferprobten Jagdfliegern, die zuvor über Polen und Frankreich im Einsatz waren, die zahlenmäßig stärkste Gruppe ausländischer Piloten; zum größten Ruhm unter ihnen kamen die Flieger der Staffel 303. Diese Formation blieb mit 126 Abschüssen die erfolgreichste Jagdeinheit im Verlauf der ganzen Luftschlacht um England. Ihre Geschichte ist in dem Buch "Staffel 303" von Arkady Fiedler geschildert.
Der Autor selbst war ein polnischer Weltenbummler und Schriftsteller, der 30 Reisen auf fünf Kontinente unternahm und in 23 Sprachen übersetzt wurde. Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befand er sich auf Tahiti; von dort aus eilte er nach Frankreich, um sich den polnischen Streitkräften im Westen anzuschließen. Später, in Schottland stationiert, wurde er beurlaubt, um die Kämpfe der berühmten Jagdstaffel 303 zu dokumentieren. So entstand eine Reportage, die sich bis heute als lebendiges Zeitdokument liest: Der Text vermittelt auf eine höchst emotionale Weise die damalige Stimmung - die Ängste und die Hoffnungen - so greifbar, weil er vor dem Pathos der damaligen Zeit nicht zurückschreckt. Dank dessen versteht man sofort, dass es während dieser verhängnisvollen Tage des Jahres 1940 wirklich um alles ging, und man stellt sich die Frage, wie der Krieg verlaufen wäre, hätten die Deutschen auch Großbritannien bezwingen können.
"Staffel 303" wurde auf Polnisch im Jahre 1942 in London verlegt; es folgten englische, amerikanische, brasilianische, kanadische und niederländische Ausgaben. Das Buch wurde auch im von den Deutschen besetzten und terrorisierten Warschau herausgebracht. Legal erschien "Staffel 303" in Polen 1946, jedoch zensiert - u.a. wegen der Passagen, in denen die Sowjetunion und Deutschland gleichgestellt und die von den Sowjets annektierten polnischen Gebiete erwähnt wurden. Nachdem die Kommunisten 1948 die Macht in Polen ganz an sich gerissen hatten, konnte "Staffel 303" überhaupt nicht mehr publiziert werden. Erst seit dem "Tauwetter" nach Stalins Tod erscheint es wieder regelmäßig.
mehr: www.staffel-303-verlag.de
P.S.
So mancher Leser von heute mag dieses Buch als Verherrlichung des Krieges empfinden. Man sollte es jedoch aus dem Blickwinkel der damaligen Zeit lesen, und so schrieb der Autor 1964 in seinem Vorwort: "Wer heute Staffel 303 aufschlägt (...), der soll nicht vergessen, dass das Buch nur die Rolle eines der polnischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs erfüllte, dass es nichts anderes als ein lebendiger, (...) von einem Menschen heißen Herzens verfasster Bericht vom Schlachtfeld sein sollte. Gerade als ein dokumentarischer Bericht und nicht als literarisches Werk konnte das Buch die vom Autor bestimmte Aufgabe erfüllen. Die einfältigen Kritiker wurden oft dadurch irritiert, dass in dem Buch zu viele Luftschlachten, zu viele (...) von den Polen abgeschossene Heinkels, Dorniers, Messerschmitts wären - dass dies (...) das reine, traditionelle Gebilde eines literarischen Werkes sprenge. Ganz recht, ganz recht! Was soll man tun, so waren die Zeiten, und genau danach verlangten sie. Damals bekam doch der Anblick eines getroffenen feindlichen Flugzeugs ein besonderes Gewicht; die Aufzählung der vernichteten hitlerschen Maschinen erfolgte bewusst und war psychologisch extrem aussagekräftig, was zum damaligen Zeitpunkt absolut notwendig war."
Jaros³aw Zió³kowski, der Übersetzer und Verleger von "Staffel 303", ist gebürtiger Danziger, der seit Ende der Achtziger in Bochum lebt. Seitdem er der deutschen Sprache mächtig geworden ist, beschäftigt er sich mit Übersetzungen. Auf Polnisch sind in seiner Übertragung u.a. Autoren wie Wolfgang Bauer, Franz Kafka, Christoph Ransmayr, Rainer Maria Rilke oder Marcel Beyer erschienen (mit "Flughunde" des Letzten gewann er den Förderpreis der Robert Bosch Stiftung). Ins Deutsche übersetzt er Texte, die sich mit der deutsch-polnischen Problematik beschäftigen. Und als er eines Tages feststellte, dass das Buch "Dywizjon 303" von Arkady Fiedler nach über sechzig Jahren noch immer den deutschen Mitbürgern nicht zugänglich war, fasste er den Entschluss, das Versäumnis nachzuholen: "Staffel 303" erschien in Bochum im Juli 2010 - pünktlich zum 70. Jahrestag der Luftschlacht um England.
Aus zweite Platte von ROBBY MARIA & THE SILENT REVOLUTION
"Die Welt, die wir anbieten ist ungewiss und im Entstehen. Ich sehe mich selbst mehr als Reisenden,
der seine Eindrücke von dieser neuen Welt beschreibt, denn als Musiker."
R.M.
Die Gruppe wurde geboren, als Sänger Robby Maria und Schlagzeugerin Anni Müller - die sich in einer Berliner Wohngemeinschaft kennengelernt hatten - im Sommer 2008 auf Bassist Simon Birkholz trafen. Obwohl einige Gitarristen für das neue Kollektiv vorspielten, konnte keiner die individuellen Ansprüche der Gruppe effektiver umsetzen als die Drei selbst. Ihr ungewöhnlicher Sound, erzeugt von Simon's solierendem Bass, Robby's eigenwilligem Songwriting und Anni's an Dynamik kaum zu überbietenden grooves machen das Trio zu einer der aufregendsten und einzigartigsten Erscheinungen in der neuen Berliner Musikszene.
www.RobbyMaria.com
Saxophone Joe
Irgendwo in Europa
Saxophone Joe auf der Musikstrecke Berlin - Prag
Alle Musiker aufzuzählen, mit denen Joe Kuèera, "Saxophone Joe", zusammen spielte, würde den Rahmen sprengen. Damals im Prag der 60er, Karel Gott war noch jung und unbekannt, traten beide in den Jazzclubs auf. "Aber dann entschied Karel es sich etwa 1966 anders", erzählt Joe. Ihre Wege trennten sich. Er begann seine Schlagerkarriere. Saxophonist und Jazzflötist Joe Kuèera spielte bei Framus (5) & Michal Prokop und den Pop Messengers um Karel Èernoch mit. Doch sein Name wurde auf den gemeinsamen Alben nicht erwähnt, weil er nach dem Prager Frühling die ÈSSR Richtung Westen verließ und so zur Unperson mutierte. Noch 1969 fanden die letzten großen Auftritte statt. Aber kritische Stimmen hatten es schwer.
In Westberlin angekommen, ging es gleich musikalisch weiter: Als künstlerischer Leiter des Festivals "Jazz Meeting Berlin" und mit einem Engagement beim Musical Hair. In England folgten Auftritte mit Alexis Corner und Jesse Ballard. Schließlich war da noch das gemeinsame Konzert 1988 im Berliner Quasimodo mit dem berühmten, mittlerweile verstorbenen polnischen Rockmusiker Czes³aw Niemen.
Dann begann das tschechisch-amerikanische Projekt: "In der Musikszene um die Bleibtreustraße traf ich 1974 auf John Vaughan". Schon bald entstand das erste gemeinsame Album "Somewhere in Europe". Es folgten weitere Alben und gemeinsame Tourneen mit dem ebenfalls in Berlin lebenden Amerikaner (voc, git). "Und wir sind immer noch am Leben, haben gerade eine neue Platte auf den Markt gebracht und sind fit und voller guter Laune," scherzt John Vaughan: "Rhapsody from Sixth Avenue" - ein sehr melodisches Folkrockalbum, das Aufbruchstimmung vermittelt. Seit der Wende touren sie, oft als tschechisch-amerikanisches Duo, durch die Prager Clubs. "Es gibt in Prag eine große amerikanische Community wie in Berlin," erzählt Joe. "Dort fehlt jedoch eine typische Folkrockszene, es dominiert mehr eine Jazzszene." Es hat sich aber eine interessante junge Clubszene entwickelt. "Wir haben viel vor mit Prag. Seit Jahren arbeiten wir daran, etwas zwischen Berlin und Prag auf die Beine zu stellen. Es gibt immer wieder neue Projekte." Für Oktober ist ein Bluesfestival in Berlin und Prag in Vorbereitung.
"Es ist ein bisschen schwieriger geworden. Ich bin heute nicht mehr so bekannt wie früher." Schrittweise baut er sich wieder seine Stellung als Musiker in Tschechien aus. Zu nennen wären die Auftritte mit der berühmten tschechischen Sängerin Marta Kubišová oder der tschechischen Band Oswald Schneider und wieder auch mit Michal Prokop.
Text: Volker Voss
CORA LEE & Band
Video-Release und Konzert: CORA LEE & Band
Mittwoch, 21. September 2011, Einlass 19.30 Uhr – Eintritt frei
Pfefferberg/Haus 13, Schönhauser Allee 176, 10119 Berlin
Die Berliner Rocksängerin Cora Lee stellt am 21. September im Pfefferberg/Haus 13 ihr neues Musikvideo „Rock’n’Roll Megastar“ vor.
Thema des Songs ist die Suche nach der „großen Zeit“ der Rockmusik und den dazugehörigen Megastars – mithin nach einer Welt ohne Pseudo-Castingshows, Synthese-Pop und designte Boygroups. Umgesetzt wird die Story mit durchaus klassischen, gediegenen Rocksounds und getragen durch die beeindruckend starke Stimme und Persönlichkeit Cora Lees . „Rock’n’Roll Megastar“ ist jedoch trotz geschickt eingesetzter Retro-Elemente kein Oldie. Dafür sorgt die frische, auf hohem Niveau umgesetzte Musikproduktion durch das Kabumm-Records Studio Berlin, die nicht auf Synthesizer und Sampler setzt, sondern auf erstklassige Handarbeit und – höchst selten und aufwändig – die Verwendung von 2-Zoll-Analog-Bandmaschinen.
Gedreht wurde an 5 Drehtagen in Berlin und Brandenburg, mit aufwändiger Ausstattung und über 100 Komparsen. Dabei wurde unter anderem ein kompletter Rockclub neu gebaut, die Bühne bekam ihr Megastar-Outfit mit meterhohen Marshall-Amp-Wällen; Fernseher wurden geworfen und E-Gitarren zertrümmert. Der Gesamtaufwand setzte letztendlich Maßstäbe, die heutzutage selbst durch Majorlabels nur selten erfüllt werden. Umgesetzt wurde das Ganze durch die Videoproduktionsfirma workingfilms (www.workingfilms.de) unter der Kameraführung und Regie durch Bodo Gierga.
Zur Videovorstellung tritt als Support die Band „Jimmy G.“ auf. Der Videoclip wird auf Großleinwand vorgestellt, anschließend spielt Cora Lee. Der Eintritt ist frei.
In der Veranstaltung werden Fotos von Frank Lassak (efacts photography) präsentiert, die im Rahmen der Dreharbeiten entstanden sind.
Die Band um das kreative Gespann Cora Lee und Alex Mann hat in ihrer Entwicklung konsequent auf eigene Songs gesetzt und nicht nur bei der künstlerischen Entwicklung, sondern auch in der Vermarktung einen eigenständigen Weg beschritten. Dabei entstand u.a. das Label CorleeMadMusic, welches neben den Tonträgern der Band auch andere Künstler veröffentlicht. Seit 2010, mit dem Erscheinen der ersten Cora-Lee-CDs „Nobody But You“ (2010) und „Live It Up“ (2011) ist die Vertriebsfirma Monopol Records (mit da-music und Sony Austria) Partner des Labels.
CorleeMadMusic, Holger Schade
Lichtenberger Str. 10, 10178 Berlin
Telefon (030) 42807293, Fax (030) 42807295
presse@coralee.de
Haltestelle Woodstock 2011






Anfang August fand im polnischen Kostrzyn das mittlerweile 17. Open Air Festival Haltestelle Woodstock statt.
Wie jedes Jahr Anfang August kamen wieder Hunderttausende junger Rockfans aus Polen, Deutschland und anderen Ländern in die polnische Grenzstadt zu dem größten nicht-kommerziellen Festival in Europa unter freiem Himmel. Über 30 polnische und internationale Bands spielten an diesen drei Tagen.
Es traten Gruppen wie beispielsweise The Prodigy, Helloween, Grechuta und Kontrast auf.
Zu den Besucherzahlen gibt es unterschiedliche Angaben, so sollen es zwischen einer halben Million und 700.000 gewesen sein.
Auf der folgenden Fotostrecke wurden einige Eindrücke von dem Festival festgehalten.
Volker Voss
Polnischer Rat in Berlin sucht ... und Wettbewerb
Polska Rada w Berlinie / Polnischer Rat in Berlin sucht Berliner,
die vor 30 Jahren als am 13.12.1981 der Kriegszustand in Polen verhängt wurde den Polen halfen
"Vor 30 Jahren in Polen. Wir bedanken uns für Eure Hilfe"
- Als in Polen der sog. Kriegszustand verhängt wurde, halfen die Berliner massenhaft den Polen. Man sammelte Geld und Gaben in Kirchen und anderen Institutionen, Einrichtungen und private Personen sendeten nach Polen Tausende und Abertausende von Paketen. Auf diese unerwartete Solidarität mit den politisch verfolgten Polen reagierte auch die Bundespost, indem sie eine Aktion des kostenlosen Versendens von Paketen nach Polen initiiert hat.
- In diesem historischen Moment erteilte Berlin den Polen Hilfe, die nicht nur materiellen, sondern vor allem symbolischen Wert hatte. Die Deutschen und Polen, deren Zusammenleben von den Schrecken des 2. Weltkrieges und dem Kalten Krieg überschattet wurde, als ihr gegenseitiges Misstrauen politisch instrumentalisiert wurde, stellten sich zum ersten Mal spontan gemeinsam auf dieselbe Seite der Barrikade - und sprachen sich damit für Freundschaft, Hilfe, Demokratie und Toleranz und gegen Totalitarismus und Gewalt aus.
- Diese Hilfe, die Berliner den Polen zuteil werden ließen, war eine wahre, in die Praxis umgesetzte Solidarität und zugleich der erste Schritt in eine Richtung, die auf der politischen Ebene erst Jahre später verwirklicht wurde. In diesem Sinne ist ein Bogen zu schlagen zwischen den spontanen Hilfeaktionen von damals und dem, was uns heute verbindet, nämlich die Verträge über die gute Nachbarschaft, die europäische Integration und die wahre zwischenmenschliche Freundschaft.
Wir suchen Personen, die direkt oder indirekt an dieser außergewöhnlichen Hilfeaktion der Berliner für die Polen teilnahmen oder zu diesem Massenphänomen der Paketverschickung im Dezember 1981 und in den drauffolgenden Monaten etwas erzählen können.
Wir bitten diese Personen sich bis 1. Dezember 2011 im Büro des Polnischen Schulvereins Oœwiata in Berlin zu melden
PTS "OŒWIATA", Lichtenrader Str. 42 , 12049 Berlin
Tel/Fax: 030 / 627 08 745
oswiataberlin@web.de
Feierlichkeiten
Sie werden nach Berlin zu den Feierlichkeiten aus Anlass des 30. Jahrestages der Verhängung des Kriegszustands in Polen eingeladen: "Vor 30 Jahren in Polen. Wir bedanken uns für Eure Hilfe"
Die Feierlichkeiten finden am Dienstag, den 13. Dezember 2011.
Für den Polnischen Rat in Berlin/ Ewa Maria Slaska/ Pressesprecherin
Polska Rada w Berlinie / Polnischer Rat in Berlin lädt zur Teilnahme am literarischen Wettbewerb ein
"Vor 30 Jahren in Polen. Wir bedanken uns für Eure Hilfe"
Ziele des Wettbewerbs:
- Zusammenstellung von Materialien zum Thema Verhängung des Kriegsrechts in Polen und dessen Wahrnehmung in Berlin
- Öffentliche Erinnerungspflege: Fokussierung des kollektiven Rückblicks auf die Tatsache, dass in diesem historischen Moment Berlin den Polen materielle Hilfe von symbolischer Dimension leistete
- In Erinnerung bringen und festhalten, dass Berlins Hilfe für Polen als wahre, in die Praxis umgesetzte Solidarität anzusehen ist - der erste Schritt in Richtung Freundschaft, gute Nachbarschaft und europäische Integration.
Zielgruppe des Wettbewerbs:
Die intendierte Zielgruppe des Wettbewerbs sind deutsche und polnische Berliner sowie Berlin-Besucher im Dezember 1981, d.h. Menschen, die mit dem Phänomen des umfassenden Engagements der Berliner bei Hilfsaktionen für Polen unmittelbar in Berührung kamen. Angesprochen werden dabei vor allem Deutsche und Polen, aber auch Touristen und Empfänger dieser Hilfe in Polen.
Sprache:
Die Texte können in deutscher oder in polnischer Sprache verfasst werden.
Teilnahmebedingungen:
- Zugesandt werden sollten bisher nicht veröffentlichte Werke, die auch in keinem anderen Wettbewerb ausgezeichnet wurden
- Von jedem Autor ist nur ein Prosatext (Interview, Erzählung, Essay usw.) zuzusenden mit einem Umfang von max. 10 Computerseiten; bei poetischen Werken dürfen es nicht mehr als 5 Gedichte sein.
- Die Texte sollen in 3 ausgedruckten Exemplaren vorliegen und mit einem eigens für diesen Wettbewerb gewählten Pseudonym versehen werden. Beizufügen ist ein verschlossener Briefumschlag, in dem alle relevanten Angaben zur Person des Autors enthalten sind: Vorname, Name, Alter und Geschlecht, Adresse, Telefonnummer und Mailadresse. Der Briefumschlag ist äußerlich ebenfalls nur mit einem Pseudonym zu versehen. Das eingesandte Werk darf auf keinen Fall Hinweise auf die Identität des Autors enthalten. Das Pseudonym ist ebenfalls bei Zusendung der Texte per E-Mail zu verwenden. Bitte beachten Sie: Auch die Mailadresse darf nicht auf die Identität des Autors schließen lassen.
Einsendeschluss:
Die Wettbewerbtexte sollen bis spätestens 20. November 2011 im Büro des Polnischen Schulvereins Oœwiata in Berlin vorliegen:
PTS "OŒWIATA", Lichtenrader Str. 42 , 12049 Berlin
Bei Mailzusendung richten Sie bitte Ihre Texte an: oswiataberlin@web.de.
Bitte versehen Sie Ihre Post jeweils mit dem Vermerk: "Kriegszustand in Polen - literarischer Wettbewerb".
Kriterien der Bewertung:
- kreativer Charakter des eingesandten Werkes,
- Sprachpflege in Sinne der stilistischen Korrektheit und Angemessenheit des Sprachausdrucks
- Konkordanz zwischen dem zugesandtem Text und dem Thema des Wettbewerbs.
Die Werke werden von der dreiköpfigen Jury bewertet. Die Jury wird im Auftrag des Vorstands des Polnischen Rats in Berlin von Frau Ewa Maria Slaska, Vorsitzende des Vereins WIR zur Förderung der Deutsch-Polnischen Literatur, berufen.
Die Organisatoren behalten sich vor, die zugesandten Werke nicht an die Autoren zurückzusenden und sie eventuell für eine weitere Veröffentlichung unentgeltlich zu verwenden.
Preise:
Die Preisträger erhalten die von Organisatoren und Sponsoren gestifteten Preise, alle übrigen Autoren erhalten jeweils eine Teilnahmebestätigung. Ausgewählte Werke, ggf. auch nicht prämierte Texte, werden 2012 in einer zweisprachigen Veröffentlichung des Vereins WIR publiziert.
Bekanntgabe der Wettbewerbergebnisse:
Alle Teilnehmer des Wettbewerbs werden schriftlich über seine Ergebnisse informiert und zu den Feierlichkeiten in Berlin aus Anlass des 30. Jahrestages der Verhängung des Kriegszustands in Polen eingeladen:
"Vor 30 Jahren in Polen. Wir bedanken uns für Eure Hilfe"
Die Feierlichkeiten finden am Dienstag, den 13. Dezember 2011 statt.
Für den Polnischen Rat in Berlin / Ewa Maria Slaska / Pressesprecherin
Vorsitzende des Vereins WIR zur Förderung der Deutsch-Polnischen Literatur in Berlin
DANKE BERLIN! - Rückblick und Besucherumfrage 2011 / Zita Rock 2012
Teufel
Teufels Band
Teufel und Band
Schandmaul
Danke Berlin, für ein phantastisches Zita Rock 2011! Insgesamt 7000 Besucher feierten an diesem Wochenende mit Apocalyptica, Eisbrecher, Schandmaul und vielen weiteren Top-Acts beim zweitägigen Open Air Spektakel in der Zitadelle Spandau.
Leider war uns der Wettergott in diesem Jahr nicht wohl gesonnen und bescherte uns, vor allem am Sonntag, den ein oder anderen Schauer. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch! Nachdem die Leipziger Band ZIN am Samstagnachmittag das Festival eröffnete, entfaltete sich abermals der einzigartige Spirit des ZITA ROCK: bodenständig, direkt, ehrlich und familiär mit der perfekten Mischung aus donnernden Rocksalven und relaxter Atmosphäre!
Musikalische Highlights trafen auf ausgelassene Stimmung vor und auf der Bühne, begleitet von friedfertiger Atmosphäre auf dem gesamten Zitadellengelände. Neben den heißbegehrten Autogrammstunden bot das Renaissance-Ambiente eine gut sortierte Händlermeile, romantische Bootsfahrten rund um die Zitadelle und Rückzugsmöglichkeiten für ein rundum entspanntes Festivalerlebnis. Zurück bleiben viele Erinnerungen an die Highlights des Wochenendes.
Während MONO INC. mit einem spektakulären Auftritt den Regen in seine Schranken verwiesen, machten ZERAPHINE das Beste aus dem grau verhangenen Himmel und bauten das feuchte Kühl in ihre kraftvolle Show ein ("Be My Rain"). PROJECT PITCHFORK pflügten anschließend mit einer deftigen Portion "Hellsound" den Platz vor der Zitadelle um und verscheuchten damit die dunklen Regenwolken für den bezaubernden Auftritt von BLUTENGEL, welcher, auch ohne Gitarren, für Begeisterung in der Zitadelle sorgte, bevor EISBRECHER, als Headliner, den genialen Schlusspunkt des ersten Tages setzten.
Der Sonntag begann trotz neuerlichem Regen mit den mittelalterlichen Klängen von QNTAL (klassisch-elektronisch) und TEUFEL (industrial-rockig), welcher beim Zita 2011 die gelungene Live-Premiere seines Solo-Debuts "Absinth" feierte. Am späten Nachmittag kam auch die Gothic Rock Fraktion mit END OF GREEN und SAMSAS TRAUM , inklusive Wall Of Death, voll auf ihre Kosten, bevor SCHANDMAUL zu Wein, Weib und Gesang die Zitadelle in einen Hexenkessel verwandelten. Abschließend wirbelten die finnischen Cello-Metaller APOCALYPTICA über die Bühne. Mit druckvollen Eigenkompositionen und bekannten Klassikern der legendären Metallica spielten die Finnen sich und ihre Fans in einen Rausch, der eines Headliners mehr als würdig war.
Neben den phantastischen Bands, die das ZITA ROCK 2011 mit ihren Auftritten bereichert haben, möchten wir uns bei der gesamten Crew, dem Catering, allen Händlern, Medienpartnern, Sponsoren für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken. Im Besonderen geht unser Dank an alle Fans, die trotz des Regens das Zita Rock wieder zum schönsten Festivalevent der Hauptstadt gemacht haben. Vielen Dank Berlin! Ihr wart wie immer Spitze und wir freuen uns auf ein Wiedersehen beim ZITA ROCK FESTIVAL 2012, das am 16. Juni 2012 erneut in der Zitadelle Spandau stattfinden wird. Der Vorverkaufsstart beginnt in Kürze und die ersten Bands werden schon bald bekannt gegeben!
Bis es soweit ist, bieten wir Euch erstmals in diesem Jahr die Möglichkeit uns direkt Euer Feedback zukommen zu lassen. Unter http://www.zita-rock.de/umfrage2011.html findet Ihr unsere große Umfrage zum Zita Rock 2011. Unter allen Einsendungen verlosen wir 5x2 VIP-Tickets für das Zita Rock Festival 2012.
Beste Grüße
Euer Zita Rock Festival Team
Auf polnischen Spuren in Budapest
Zu Besuch im Budapester Katyn Märtyrer Park
Was viele Polen gar nicht wissen, ist, dass es auch außerhalb der Heimat ein Denkmal für die etwa 22.000 Opfer des Massenmordes 1940 in Katyn an polnischen Bürgern durch die Rote Armee gibt. In der ungarischen Hauptstadt Budapest ist ihnen ein ganzer Park gewidmet, der den Namen "Katyn Märtyrer Park" (Katyni Mártirok Parkja) trägt. Eine Gedenktafel und ein weiteres Denkmal in dem Park im 3. Budapester Bezirk erinnern an die schrecklichen Taten und den Opfern auf Polnisch, Ungarisch und Englisch. 2008 wurde der Park vom polnischen Parlamentspräsidenten, Bronislaw Komorowski sowie Pál Schmitt, ungarisches Mitglied des Europäischen Parlaments, feierlich eingeweiht. Beide bekleiden heute das Amt des Staatspräsidenten in ihren Heimatländern. Erinnert wurde in diesem Zusammenhang auch an die Ereignisse des Jahres 1956, als sich in beiden Ländern die Menschen gegen die Diktatur erhoben. Rockinberlin war vor Ort und wird in der in Kürze erscheinenden 2. Ausgabe unseres Magazins einen ausführlichen Bericht über Polnisch-Ungarisches in Budapest bringen.
Text & Foto: Volker Voss
Filmfestival






PIGASUS - Polish Poster Gallery
Die Ausstellung "Polnisches Kino im polnischen Plakat" ist die naechste in unserer Reihe "Weltkino im polnischen Plakat" und begleitet das Filmfestival FilmPOLSKA (www.filmpolska.de). In der Ausstellung finden ca. 50 Plakate Platz, sowohl Werke von weltberuehmten Kuenstlern, wie Franciszek Starowieyski, Waldemar Swierzy, Jan Lenica, Andrzej P¹gowski oder Jan Mlodozeniec, als auch von den manchmal unterschaetzten, wie Maciej Zbikowski, Jerzy Flisak und Hanna Bodnar.
Neben Plakaten zu Kinohits von Andrzej Wajda, Kazimierz Kutz und Krzysztof Zanussi zeigen wir auch Plakate zu Filmen, deren Titeln und Namen ihrer Schoepfer heute nur den Filmhistorikern etwas sagen und von den zeitgenossischen Zuschauern eher mit der eindringlichen Propaganda der Volksrepublik Polen assoziiert werden. Kurzgefasst: die Ausstellung ist eine Retrospektive des polnischen Kinos im Plakat, der Hoehepunkten der polnischen Filmgeschichte und derer Sackgassen.
Joanna i Mariusz Bednarski
Bluesrock und Jazz zur Feier des Tages
Visegrádgruppe Bandmitglieder:
Zbigniew Jakubek- Keyboard (PL), Leszek Cichoñski- Gitarre (PL), János Solti- Drums (HU),
Peter Lipa- Gesang (SK), Egon Póka- Bass (HU), Ondøej Konrád- Mundharmonika (CZ)
Botschafter: Rudolf Jindrák(CZ), József Czukor(HU),
Marek Prawda(PL), Igor Slobodnik(SK).
Vor 20 Jahren wurde die Visegrádgruppe gegründet
Gefeiert wurde der 20. Jahrestag der Gründung der Visegrádgruppe am 16. Februar 2011 mit Jazz- und Bluesrockklängen im Berliner Meistersaal am Potsdamer Platz. Präsentiert von der slowakisch-polnisch-ungarisch-tschechischen Visegrád Blues Band, die mit dem politischen Bündnis, dem die Slowakei, Polen, Ungarn und Tschechien angehören, den Namen teilt. Recht ungewöhnlich waren zu einem derartigen Anlass mit politischem Hintergrund die rockigen Klänge durchaus. Zum Repertoire der sechsköpfigen Band gehörten Songs verschiedener Stilrichtungen. Das waren ruhige Blues- und Jazzstücke sowie schwungvolle Songs plus einiger Coverversionen von bekannten Stars wie Joe Cocker und Jimi Hendrix. Einen ganz besonders rockigen Touch verlieh dem Auftritt das polnische Bandmitglied Leszek Cichonski mit einigen knallharten Gitarrensolos.
Organisiert wurde das Konzert vom slowakischen Kulturinstitut in Berlin und der slowakischen Botschaft, und zwar mit Unterstützung der Botschaften Polens, Ungarns und Tschechiens. Martin Sarvaš, Direktor des Instituts, verwies auf die musikgeschichtliche Tradition des Gebäudes, in dem bereits viele berühmte Künstler aus der internationalen Rockszene ihre Platten aufnahmen. Er erwähnte unter anderem den amerikanischen Rockstar David Bowie, dessen 1977er Album "Heroes" hier entstand. Er nahm den Titel des Albums zum Anlass, eine Parallele zwischen diesem und den Ereignissen während der Wende in Osteuropa zu ziehen. Die wahren Helden seien doch diejenigen gewesen, die im Zuge der Wende die Diktaturen in Osteuropa beseitigt haben, sagte er zur Eröffnung.
Nichts weist heute mehr darauf hin, dass sich dieses über 100 Jahre alte Gebäude, in dem auch Stars wie Depeche Mode , U2, Herbert Grönemeyer und David Byrne auftraten, lange Zeit unmittelbar an der Berliner Mauer befand, die einst Ost und West voneinander trennte.
Am 15. Februar 1991 kamen in dem kleinen ungarischen Städtchen Visegrád an der Donau Vertreter der so genannten Visegrádgruppe aus Polen, Ungarn und der ehemaligen Tschechoslowakei zusammen, um ein Abkommen zur verstärkten Zusammenarbeit auf den Gebieten Kultur, Wirtschaft usw. zu unterzeichnen. Bereits 1335 trafen sich dort die ungarischen, böhmischen und polnischen Könige und führten wirtschaftlich-politische Verhandlungen.
Alle Mitglieder der 2004 gegründeten Band sind in ihren Heimatländern und weit über die Grenzen hinaus berühmte Musiker mit einer langen Karriere in der Blues-, Rock- und Jazzszene. Bandmitglied Peter Lipa aus Bratislava erzählt, wie es 2004 zur Gründung der Visegrád Blues Band kam: "Die Sache begann mit einem Anruf von Leszek Cichoñski aus Polen. Er hat meine CD gehört, die ihm sehr gefiel und schlug vor, dass es ganz gut wäre, wenn wir zusammen musikalisch etwas machen würden. Ja, warum nicht, aber wir müssen erst eine internationale Band aufstellen, erwiderte ich ihm. Wir sollten also auch noch jemanden aus Ungarn dazu holen. So habe ich János Solti (Locomotiv GT) in Budapest dafür gewonnen und er hat Egon Póka (P.Mobil) als Bassisten vorgeschlagen. So hatten wir Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang zusammen. Leszek hat noch Zbigniew Jakubek aus Polen mitgebracht und ich Ondøej Konrád aus Tschechien," erinnert er sich.
Nun arbeitet die länderübergreifende Band an ihrem ersten Album. Und was das sprachliche anbetrifft: "Wir müssen nicht nur auf Englisch kommunizieren. Ich spreche alle vier Sprachen plus Deutsch und Englisch", ergänzt Peter Lipa."
Volker Voss
Berliner Blues & Rockfestival - 29. Januar 2011






Leszek Cichonski geht neue musikalische Wege
Die Blues Ikone Leszek Cichonski aus Wroc³aw spielte kürzlich beim Berliner Blues & Rockfestival. Während seines Auftritts im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt präsentierte er auch Songs aus seinem neuen Album, das im Sommer auf den Markt kommen wird. Der weit über die Landesgrenzen bekannte polnische Bluesgitarrist und Jimi Hendrix-Interpret ist gerade dabei, das neue Album aufzunehmen. RockInBerlin unterhielt sich mit ihm kurz vor dem Auftritt über seine künftigen Pläne. Es steht viel Neues auf dem Programm. "Das neue Album ist das erste mit ausschließlich meinen eigenen Songs", sagt er. Also wird es nicht wie seine vorigen Scheiben aus Jimi Hendrix-Interpretationen bestehen. Trotzdem geht es stilistisch zumindest teilweise in die Jimi Hendrix-Richtung. Schließlich kam ein neuer Sänger hinzu - £ukasz £yczkowski, der die meisten Lieder singen wird. Leszek selbst wird auf dem neuen Album nur auf zwei Songs zu hören sein und fügt spaßig hinzu: "Ich will doch mit meinem Gesang nicht die ganze Platte verderben."
Was uns erwartet, ist eine gute Mischung aus Hard Rock, Blues ein bisschen Fusion, auch etwas Jazz. Es werden nicht ausschließlich reine Gitarrenstücke sein, insgesamt fünf Songs sind mit Grand Pianobegleitung. "Alles zusammen gibt der Sache einen völlig neuen Touch. Die Musiker, mit denen ich spiele, sind sehr universell und können jeden Stil spielen."
Mit dieser Platte beginnt für den Künstler eine neue Phase seines musikalischen Schaffens, betont er, weil sie sich doch sehr stark von den bisherigen unterscheidet. "Es ist ein sehr persönliches, aber auch positives Album. In den Texten geht es beispielsweise um die Dinge, die sich in unserem Kopf abspielen." Schließlich merkt er noch an: "Grundsätzlich lebe ich in der Gegenwart und kümmere mich nicht so sehr um die Zukunft."
Bei seinem Berliner Auftritt spielte er bekannte Jim Hendrix-Interpretationen und zwei neue Songs. Neben der Leszek Cichonski Band traten an diesem Abend noch die Jay Bailey Band, die Richard Arame Band sowie Hey Tonight auf und boten eine Mischung aus Cover Songs, Blues und Rock´n`Roll.
Nicht zu vergessen: Am 1. Mai gibt es wieder das von ihm organisierte, traditionelle große Jimi Hendrix Gitarren-Spektakel in der Altstadt von Wroc³aw. Neben Musiker aus vielen Ländern spielen dann auch wieder auf dem Platz vor der Bühne, wie bereits in den Vorjahren, mehrere Tausend Hendrix-Fans mit eigener Gitarre gleichzeitig die Songs des vor über 40 Jahren verstorbenen Rockidols. Das brachte in den Vorjahren bereits mehrere Eintragungen in das Guinness Buch der Rekorde ein.
Text: Volker Voss
Von Soft bis Heavy. Internationale Rockverschwörung in Berlin






Drei junge europäische Bands kamen kürzlich zu einer rockmusikalischen Verschwörung in der Berliner Wabe in Prenzlauer Berg zusammen.
Um wirklich jegliches Missverständnis zu vermeiden und das Publikum entsprechend einzustimmen, wurde das Spektakel auch als "International Rock Conspiracy" angekündigt. Es war ein Konzert mit energiegeladenem Steigerungseffekt, da jede Band an diesem Abend musikalisch noch einen Zahn zulegte und dem Genre Metal Rock jeweils ein Stück näher kam.
Lebowski aus Polen, die als erstes die Bühne betraten, präsentierten symphonische Rockklänge mit dramatischen Synthesizerparts, aber auch Klaviereinsätze aus dem Bereich der klassischen Musik. Es waren dann eher die schrillen Gitarreneinsätze, die der Musik ansatzweise metal-hardrockiges Klangvolumen verliehen - könnte als "Rock Meets Klassik" durchgehen. Es war experimentell ausgerichtete Musik ohne Gesang und einem Film, der im Hintergrund ablief. "Wir haben diesen Film hier in Berlin extra für diesen Auftritt gedreht", erzählt Keyboarder Marcin £uczaj. "Es ist die Musik aus einem nicht existierenden Film. Wir nahmen lediglich einige gesprochene Sätze aus polnischen und internationalen Filmsequenzen und fügen sie unserer Musik hinzu". Für die jungen Musiker aus Szczecin war es der erste Auslandsauftritt überhaupt. Doch waren sie selbst schon oft zu Konzertbesuchen hier in Berlin. Ende letzten Jahre brachten sie ihr erstes Album raus.
Crystal Palace aus Berlin, dem Genre Progressive/Art Rock zuzuordnen, holten das Publikum nach der recht melancholischen, nachdenklich stimmenden Musik ihrer Vorgänger aus der noch etwas verträumten Stimmung heraus. Sie überraschten mit erheblich lauteren Klängen mit aufgedrehter Gitarre. Die harten rockigen Klänge wurden jedoch immer wieder von recht melodischen Parts und der weichen Stimme des Sängers unterbrochen. Nun sollte auch getanzt werden. Von Jens-Uwe Strutz, Sänger und Bassist der Band dazu aufgefordert: "Wir sind doch nicht in der Talkshow", bewegte sich das Publikum von den Sitzlätzen Richtung Bühne.
Progressive Xperience aus Italien brachten mit ihrem südländischen Temperament und als überzeugende Meister der harten Gangart des kompromisslosen Metal Rocks ganz schnell die Bühne zum Beben und das Publikum zumindest teilweise in Rage. Dem knallharten Metal Rock, Made in Italy, angemessen, wurden auch die Tanzbewegungen schneller.
Einen Tag später wurde das Konzert noch einmal im Dom Kultury im polnischen Goleniów aufgeführt.
Die International Rock Conspiracy ist ein musikalisches Projekt mit jährlicher internationaler Beteiligung von Bands, die noch nicht so bekannt sind, "die man aber trotzdem nicht verpassen sollte".
Volker Voss
Ein Abend in der ungarischen Botschaft in Berlin
Miklós Németh beim Durchblättern der Printausgabe von RockInBerlin mit einem Beitrag über Omega.
Kürzlich luden die Botschaft der Republik Ungarn und die Deutsch-Ungarische Gesellschaft e.V. zu einer Abendveranstaltung mit geschichtlichem Hintergrund. Es ging um die Ereignisse vor über 20 Jahren, die seinerzeit die Welt bewegten. Ministerpräsident Miklós Németh a.D. (1988-1990) kam nach Berlin und hielt einen Vortrag zum Thema "Ungarns Wirtschaftsentwicklung von Kádár bis zum Systemwechsel". Während seiner Amtszeit wurde im Spätsommer 1989 die Grenze nach Österreich geöffnet, um den vielen in Ungarn gestrandeten DDR-Bürgern die ersehnte Ausreise in den Westen zu ermöglichen.
Dr. Paul Hefty, verantwortlicher Redakteur für "Zeitgeschehen", Frankfurter Allgemeine Zeitung und Herr Németh führten ein Gespräch, in dem die geladenen Gäste viele bewegende Hintergrundinformationen zu den damaligen Ereignissen "aus erster Hand" bekamen.
Anschließend wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Deutsch-Ungarischen Gesellschaft verliehen, und zwar "In Anerkennung der bewunderungswürdigen Rolle Ungarns in der Amtszeit der Regierung Miklós Németh bei Überwindung von Grenzen und Teilung des europäischen Kontinents und bei der Vereinigung Deutschlands."
Es sei daran erinnert, dass 1989 Tausende DDR-Bürger Zuflucht in den bundesdeutschen Botschaften in Warschau, Prag sowie Budapest suchten, um ihre Ausreise zu erreichen.
Volker Voss
OMEGA
OMEGA RHAPSODY
Die alten Komponisten als rockig-klassische Vorgabe
Genauso lange wie die Rolling Stones stehen auch Omega auf der Bühne. Also seit fast 50 Jahren. Nach langer Pause warten die Ungarn nun wieder mit einem neuen Album auf: OMEGA RHAPSODY. RockInBerlin traf Bandleader János Kóbor (Mecky) zu einem Interview. "Das war eigentlich keine geplante Platte", überrascht er. "Wir testeten zunächst das alte Material, als wir mit den Arbeiten begannen. Wir wollten sehen, wie das mit einem großen Symphonie Orchester klingt. Als ich alles zusammengestellt hatte, wusste ich noch nicht, dass es eine Rhapsody wird. Alles war aber schon in einem Stil." Das Cover schmückt Mecky mit dem berühmten ungarischen Komponisten Ferenc Liszt (1811-1886).
"Wir wollten nicht die erfolgreichsten Songs nutzen, wie beispielsweise ´Gyöngyhaju lany`. Die alten Lieder sollten so bleiben, wie sie damals waren." Gewählt wurden die Titel aus ihrer progressiven Zeit. "Wir haben die Stücke genommen, von denen wir damals schon dachten, die könnten auch symphonisch sein." Zunächst sollte das Album auf Ungarisch erscheinen, doch die Hamburger Plattenfirma plante für den internationalen Markt. So sind die Lieder etwa zur Hälfte auf Englisch.
"Als nächstes wollen wir das live aufführen", sagt er. Vorgesehen ist ein großes Konzert in der ungarischen Staatsoper in Budapest mit Symphonie Orchester im August 2011. "Das ist schon eine größere Aufgabe, als nur uns fünf auf die Bühne zu bringen." Es beginnen bereits die Vorbereitungen für das 50-jährige Bandjubiläum im Jahre 2012.
Erinnerungen an alte Zeiten: "Damals hatten alle ungarischen Bands die Möglichkeit, im Ausland bekannt zu werden. "Aber die anderen wollten das nie so intensiv wie wir. Wir wollten unbedingt eine internationale Gruppe sein. Wir hatten keine besseren Kontakte als die anderen, aber wir haben hart daran gearbeitet."
"Wir wissen, dass SBB in Polen, mit denen wir früher oft zusammen tourten, ebenfalls gerade ein neues Album veröffentlicht haben. Die Kontakte waren früher intensiver. Czes³aw Niemen war ein sehr guter Freund von uns. Leider kann er nicht mehr dabei sein." Auch sonst hatten Omega überall ihre Musikerfreunde. In der Ex-CSSR beispielsweise waren es Blue Effekt und Collegium Musicum, in der DDR die Puhdys, Silly, Karat und City, in Westdeutschland die Scorpions, in Großbritannien Manfred Mann und The Who. "Zum 50-jährigen Bandjubiläum wollen wir viele dieser alten Freunde dabei haben."
Opernhäuser in der Slowakei, Rumänien und das Moskauer Bolschoi-Theater haben bereits Angebote für Auftritte unterbreitet. Und auf Polen bezogen: Nach den Konzerten kürzlich in Warschau, S³upsk und Szczecin stehen Wroclaw, Krakow und Katowice auf dem Programm, ebenso Westeuropa. Gyöngyhaju lany wurde oft gecovert, auch in Polen. "Am besten gefiel mir die ungarische Version der Warschauer Gruppe Kult", erinnert sich Mecky.
Als sie im Westen schon sehr populär waren, nach dem Album "Time Robber", passte der Song irgendwie nicht mehr ins Programm und wurde von 1976 - 1980 nicht mehr gespielt.
Mecky war einst hauptsächlich der klassischen Musik zugeneigt. 1955 hörte er die ersten Lieder von Bill Haley und Elvis Presley. Er wollte nie Musiker sein, plante Fußballspieler, Leichtathlet oder Architekt zu werden.
Irgendwie standen aber die alten Klassiker Pate: "Händel und Bach waren die ersten Rock´n`Roller, Beethoven präsentierte schon richtigen Rock´n`Roll. Wagner spielte Rock, Mozart Filmmusik und Bartok Jazzrock", merkt er spaßig an.
Volker Voss
KONZERT IRON BUTTERFLY
Musik aus dem Garten Eden
Altrocker Iron Butterfly in der Berliner Kulturbrauerei
Erste verbale Reaktion auf den Namen Iron Butterfly unter eingefleischten Rockfans der gehobenen Generation: "In-A-Gadda-Da-Vida", 17-minütig, inklusive Schlagzeugsolo, Jahrgang 1968. Jüngere Rockfans danach gefragt, reagieren eher mit Schultzerzucken, summt man ihnen jedoch das Lied vor, wissen auch sie sofort, worum es geht. Die Melodie allein ist zum Kult geworden, berichtet der heutige Keyboarder der US-Band, Martin Gerschwitz, kurz vor dem Berliner Auftritt in der Kulturbrauerei.
Martin Gerschwitz und Kollege Lee Dorman (Bass), letztes verbliebenes Gründungmitglied, machten vor ihrem Auftritt noch einen Abstecher in den Kiez, und zwar zu Speiches Blues & Rockkneipe im Bezirk Pankow. Martin Gerschwitz ist ein deutscher Musiker, der seit langem in den USA wohnt und der Band vor etwa 25 Jahren beitrat. Er spielte auch bei Eric Burdon & The New Animals.
"In-A-Gadda-Da-Vida" brach seinerzeit alle Rekorde. Ein 17-minütiger Song, der sich über eine ganze Vinylseite ausbreitet, war neu, hatte zudem den Nachteil, dass ihn kein Radiosender in voller Länge abspielen wollte, berichte Martin Gerschwitz. Ein so langes Stück entsteht natürlich nicht über Nacht. "Über einen Zeitraum von sechs Monaten baute sich der Song auf", erzählte er. Es handelte sich ursprünglich um eine anderthalbminütige Country-Ballade, die dann mit der Zeit immer länger wurde.
Jedenfalls verkaufte sich das Album innerhalb des ersten Jahres mehrere Millionenmal und wurde damit zum Kulthit. Schlagzeuger Ron Bushy, seinerzeit als Pizzaauslieferungsfahrer unterwegs, einem Gläschen Wein nicht immer abgeneigt, nach dem Namen des Songs gefragt, wollte sagen.: "In The Garden Of Eden". Das klappte nicht so recht. Mit etwas wackliger Zunge hörte sich das wie "In-A-Gadda-Da-Vida" an. Dann auf Vinyl gepresst, begann eine neue Ära in der Rockgeschichte. Bei den Plattenfirmen war der Weg geebnet, auch lange Stücke zu veröffentlichen, so der Keyboarder rückblickend.
In der langen Bandgeschichte gab es mehrere Auflösungen und Reunions. Alles in allem, die Band tourt seit 1970 oft durch Europa. Es standen auch drei Gigs in Polen auf dem Programm. Bassist Lee Dorman erinnert sich noch gut an die frühen Konzertauftritte in Europa: "Es gab jeden Tag neue erwartungsvolle Gesichter im Publikum".
Die Neugier, aber auch die Erwartungshaltung im Publikum waren groß. Schon vor dem Beginn des Konzert, als die ersten Besucher den Saal betraten, wurden zur allgemeinen Einstimmung nur Songs aus der guten alten Rockzeit aufgelegt. Da waren aus dem Lautsprecher Led Zeppelin, Alex Harvey, Deep Durple, Uriah Heep, Roxy Music etc. zu vernehmen.
Die Band hat ihre Fans nicht enttäuscht. Es war ein eindrucksvolles Konzert, sehr professionell, alle Instrumente gut aufeinander abgestimmt. Natürlich wartete jeder auf genau diesen Song. Die Band hielt das Publikum zunächst mit all den anderen bekannten Hits aus ihrem Repertoire in Atem, bis dann endlich, geschickt eingeleitet, die ersten Klänge von "In-A-Gadda-Da-Vida" ertönten. Dabei übertrafen sie sich mit über 20 Minuten, natürlich inklusive Schlagzeugsolo, gleich selbst.
Irgendwie war der ganze Abend mit der US-Band eher eine typische Kiezveranstaltung. Organisiert war alles von "Garbáty im Exil", dem bekannten Konzertveranstalter in Pankow. Ursprünglich gab es das "Café Garbáty", wo regelmäßig Konzerte, Tanz und Partys auf dem Programm standen. Nachdem dieses jedoch seinen angestammten Platz im Zentrum des Bezirks, einer schönen alten Villa in der Breite Straße, verlor, gab das Garbáty-Team nicht auf und machte weiter. Heute finden die Veranstaltungen an den verschiedensten Orten im Bezirk, also im "Exil", statt (www.cafe-garbaty.de). Aber nicht nur Iron Butterfly, sondern auch andere bekannte Bands, wie beispielsweise Colosseum, holten sie nach Berlin.
Text & Fotos: Volker Voss
VIDEO
Cora Lee - Videovorstellung "Silent Scream"
- zum Thema Kindesmissbrauch inmitten unserer Gesellschaft.
Die Berliner Sängerin CORA LEE wird mit ihrer Band auf dem Friedensfestival 2010 live (und ohne Gage) auftreten.
Sonntag, der 8. August, gehört vor allem den Rechten der Kinder. Der Berliner Journalist Peter Henselder wird in einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion den Opfern von Kindesmissbrauch Gehör verschaffen.
Aus diesem Anlass stellt Cora Lee ihr Stück "Silent Scream" inklusive des dazugehörigen Videos vor. Der Titel beschäftigt sich ergreifend, in Text und Bild verstörend mit der Thematik des Missbrauchs explizit aus der Opferperspektive. Mit dem Video zeigt die Sängerin eine sehr persönliche Sicht auf das Thema, aufgefangen und in Bilder geformt durch den Berliner Regisseur Bodo Gierga.
Zweck des Videos ist, als Träger von Emotion und Information zu diesem heiklen und inmitten unserer Gesellschaft aktuellen Thema, Opfern Gehör zu verschaffen und Menschen zum Hinsehen (und Eingreifen!) in Grauzonen zu ermutigen. Das Video wird daher interessierten Organisationen und Aktivisten gern lizenzfrei zur Verfügung gestellt, darf kopiert, eingebettet und weitergegeben werden, soweit dies unentgeltlich geschieht.
Vorab-Link zum Video:
http://nl.xeu.de/j.cfm?i=401562&k=152845